Chris "Coz" Costello
Senior Director of Marketing Research @ Skai
Ist das "nächste Jahr" endlich da (und nein, obwohl ich in Chicago lebe, rede ich nicht von den Cubs)? Prognostiker des digitalen Marketings haben schon lange vorausgesagt, dass wir an der Schwelle zum "Jahr des Mobilfunks" stehen, so dass es zu einer Art Running Gag geworden ist, aber laut den neuesten globalen digitalen Marketingtrends von Skaiwird das Versprechen des mobilen Marketings endlich eingelöst.
Im Bereich der sozialen Werbung verzeichnete Skai einen Anstieg der mobilen Ausgaben von +167% im Vergleich zum Vorjahr, was zu einem Anstieg der Gesamtausgaben von +114% führte. Bei der bezahlten Suche war es ein Zuwachs von 37 % im mobilen Bereich, der die Gesamtausgaben um 10 % ansteigen ließ. Es ist erwähnenswert, dass die Ausgaben für Desktop- und Tablet-Werbung im Jahresvergleich größtenteils stagnierten, so dass der mobile Bereich wirklich einen großen Anteil am Wachstum des gesamten Suchmarktes hatte.
Wenn man bedenkt, dass die Cost-per-Click-Raten für Smartphones niedriger sind als für Desktops oder Tablets, könnte man daraus schließen, dass die Vermarkter ihr Geld auf ein kostengünstigeres Gerät "verlagern", aber viele Kampagnen werden jetzt mit Gebotsmodifikatoren für mehrere Geräte optimiert, anstatt ausschließlich auf das eine oder andere Gerät abzuzielen.
Die Tatsache, dass auch das Impressions- (+121% gegenüber dem Vorjahr) und Klickvolumen (+73%) bei der Suche auf Smartphones gestiegen ist, zeigt, dass die Verbraucher auf Handheld-Geräten suchen und folglich in größerer Zahl auf Anzeigen klicken, um einen vermeintlichen Rückstand gegenüber der reinen Desktop-Performance aufzuholen.
Bei den sozialen Netzwerken scheint die Reduzierung des Impression-Inventars, die wir im letzten Jahr beobachtet haben, weitgehend abgeschlossen zu sein, und wir erwarten, dass sich die Klickraten stabilisieren werden, da sie eher einen Vergleich von Äpfeln zu Äpfeln darstellen. Die Volatilität des Impression-Volumens hat dazu geführt, dass die Betrachtung der sozialen Netzwerke durch die Linse der CPM ein wenig beängstigend war, da diese Raten in dieser Zeit der Anpassung von Jahr zu Jahr in die Höhe geschnellt sind.
Betrachtet man jedoch die Cost-per-Click-Raten, ist die Situation viel stabiler. Insgesamt haben wir das Gefühl, dass die Vermarkter sozialer Medien von der Welt der mobilen Medien mit ihren geringeren Impressionen und dem höheren Engagement lernen und diese Erkenntnisse auf die Desktop-Umgebung übertragen. Native Advertising und engagementbasierte Kampagnen rücken immer mehr in den Vordergrund, und das Preismodell für den Kanal passt sich noch an.
Mehr denn je nimmt Mobile seinen lange angekündigten Platz am Tisch des digitalen Marketings ein und wird wahrscheinlich zumindest kurzfristig das Wachstum in diesem Bereich vorantreiben. Und nun zu den Cubs...